Villa Lalique feiert 100–jähriges Bestehen

Die Villa René Lalique in Wingen-sur-Moder im Elsass ist ein Ort, an dem die gepflegte Lebensart in Kunst und Gastronomie zelebriert wird. Zur Hundert-Jahr-Feier gibt es mehrere, über das ganze Jahr verteilte Events.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwecken die künstlerische Sensibilität von René Lalique, sein unermüdliches Streben nach dem Schönen und die Raffinesse seiner avantgardistischen Schmuckstücke zusehends Aufmerksamkeit. Als Glaskünstler prägt er seine Zeit und wird zur wohl prominentesten Figur des französischen Jugendstils. Als die französische Regierung Subventionen ankündigt, um dem Elsass, einer vom Krieg gezeichneten Region, zum Aufschwung zu verhelfen, erkennt René Lalique dies als eine fantastische Gelegenheit: Dort kann er mit gut ausgebildeten Fachkräften rechnen. Er entscheidet sich lieber für das Elsass als für Lothringen, wo es bereits andere Glasfabriken gibt, und beschliesst, im kleinen Ort Wingen-sur-Moder seine Manufaktur aufzubauen. Unweit davon nutzt er eine andere Landparzelle zur Erstellung eines herrschaftlichen Wohnhauses für sich und seine Familie, in dem diese über Generationen hinweg leben wird.

Über Jahrzehnte blieben die Manufaktur und das Wohnhaus im Besitz der Familie, bis Silvio Denz beide Gebäude im Jahr 2008 erstand. «Ich konnte mich der Anziehungskraft des Hauses nicht entziehen und wollte die Seele der Familie Lalique in einer von französischer Lebensart geprägten Umgebung wiederaufleben lassen», sagt Denz, Präsident von Lalique. Nach umfassenden Umbauarbeiten feiert die Villa René Lalique am 18. September 2015 ihre offizielle Eröffnung. Dabei ist es den Architekten gelungen, die authentische Ausstrahlung eines Familiensitzes mit dem Glanz eines luxuriösen Boutique-Hotels zu vereinen. Das ursprüngliche Hauptgebäude blieb erhalten, erhielt aber einen Zusatzbau aus Glas mit einem bepflanzten Dach. Der Glasquader ist ein Werk des Schweizer Stararchitekten Mario Botta und das Reich der beiden Spitzenköche Jean-Georges Klein und Paul Stradner. Angeboten wird eine Küche mit Geschmackskompositionen von höchster Raffinesse, die drei Monate nach der Eröffnung des Restaurants mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde. Das Anwesen ist Mitglied der internationalen Vereinigung Relais & Châteaux und wurde im Januar 2019 zudem in den Kreis der «Grandes Tables du Monde» aufgenommen.
Jubiläumsprogramm
Die Frühlingskarte, die ab dem 16. April 2020 vorliegt, enthält unter anderem ein ganz besonderes Menü, das den 1920er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gewidmet ist. Es erinnert an die Gaumenfreuden von einst, wie zum Beispiel die «Poularde de Bresse Truffée à la périgourdine», ein Hühnchen mit Trüffel aus Südwestfrankreich. Zu Ehren des weltbekannten Glaskünstlers stellt die Villa René Lalique auch ein kulinarisches Kunstwerk aus Schokolade und Zuckerfäden vor. Ausserdem steht in der Parkanlage ein von der Rückseite beleuchteter, mit Kristall verzierter Kasten, der die aus Pflanzen gebildete Zahl 100 umschliesst. Ein lebendiges Kunstwerk, das sich im Laufe der Jahreszeiten verändert. Zudem wird eine auf 100 Exemplare limitierte Sammeledition von René Laliques im Jahr 1920 kreiertem «Hirondelles» Flakon aus saphirblauem Kristall lanciert.
Im Jubiläumsjahr 2020 werden in der Villa René Lalique folgende Themenabende organisiert:
DONNERSTAG, 16. APRIL
100 Jahre Villa René Lalique
SONNTAG, 16. AUGUST
Jazz-Abend
FREITAG, 18. SEPTEMBER
Prestige-Abend «Kaviari» zum 5. Geburtstag von Hotel und Restaurant
DONNERSTAG, 26. NOVEMBER
Champagner-Abend «Charles Heidsieck»

Alle Infos zur Villa René Lalique finden Sie auch hier.
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