Warenkunde: Wasabi

Knallgrün und so scharf, dass man es nur in Mikrodosen zum Mund führen kann – genau das ist echtes Wasabi nicht.
Was hierzulande zu Shushi gereicht wird, ist in den meisten Fällen leider kein echter japanischer Wasabi, sondern ein Mix aus Meerrettich, japanischem Senf und grüner Lebensmittelfarbe. Das Original – auch Wassermeerrettich oder japanischer Meerrettich genannt – besitzt statt einer knallig grünen eine pastellgrüne Farbe, und seine Schärfe wirkt nur punktuell, treibt einem also nicht die Tränen in die Augen. Zudem ist das Aroma von Wasabi dank fruchtig-süsslichen Komponenten viel komplexer. Der hohe Preis – in der Schweiz über 700 Franken pro Kilo – ist bedingt durch die Empfindlichkeit der Pflanze, die klares Fliesswasser, milde Temperaturen und Schatten benötigt.

Zu teuer, um 100% Wasabi zu sein – aber trotzdem köstlich. (Bild: Cath Smith)

Dieses köstliche Wissenshäppchen stammt aus dem Amuse Bouche unserer aktuellen Ausgabe «Asien in der Schweiz».
Ausserdem im Heft: eine kunterbunte Einkaufstour durch den Asiamarkt, ein Interview mit André Jäger, Pionier fernöstlicher Feinkost in der Schweizer Top-Gastronomie, einer Reise ins tessiner Teeparadies, News aus der Welt der youngster und vielem mehr. Das Heft können Sie in unserem Magazine-Shop bestellen.
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