Österreichwein ein Unikat

Von bodenständigen Winzern handwerklich produziert, werden Österreichische Weine von Weinfreunden in aller Welt geschätzt Besonders hervorzuheben ist ihr unverwechselbarer, spannender Charakter, für den sieben Faktoren ausschlaggebend sind.
1 Das Klima – Im Spannungsfeld der Gegensätze
Die besondere geografische Lage Österreichs ist der wichtigste Faktor für die einzigartige Qualität seiner Weine.
2. Das Land – schöne Landschaften, fordernde Böden
Kristalline Steinterrassen oder massive Löss-Schichten in Niederösterreich, kalkhaltige Böden im Nordburgenland und in der Südsteiermark oder etwa vulkanische Böden im Kamptal und in der südöstlichen Steiermark.
3. Die Rebsorten – Kompetenz heimisch und International
International erfolgreiche Sorten wie die Burgundersorten, Riesling und viele mehr reifen in bestimmten Gebieten und Lagen Österreichs zu eigenständigen Weinen mit Finesse und herkunftstypischem Charakter.
4. Die Kultur – Grosse Tradition und junge Wilde
Wein ist seit mehr als zwei Jahrtausenden ein Teil der österreichischen Kultur.
5. Die Umwelt – Leistung mit Naturbewusstsein, Tradition und junge Wilde
Österreicher lieben die Natur und gehen daher besonders respektvoll mit ihr um. Umweltschutz, besonders sauberes Wasser, gesunde und gentechnikfreie Lebensmittel, Biodiversität, Energie- und Materialeffizienz haben hierzulande einen hohen Stellenwert.
6. Der Wert – Hohe Qualität, faire Preise
Familienbetriebe dominieren die österreichische Weinbauszene.
7. Der Geschmack – Perfektes Match von Schnitzl bis Sushi
Durch ihren kompakten Körper und die klimabedingte Frische sind Österreichs Weine geniale Speisebegleiter.

Österreichs Küche und Wein
Die österreichische Küche, wie wir sie heute kennen und die auch als Wiener Küche mit landesweiter Gültigkeit bekannt ist, zieht ihre Substanz aus den ehemaligen Kronländern der k.u.k. Monarchie, die gemeinsam mit den heutigen Bundesländern das „Haus Österreich“ ergaben. Die Österreicher verstanden es hervorragend, all die unterschiedlichen Ansätze mit der regionalen Tradition zu verschmelzen, Gegensätze zu harmonisieren und Fremdes zu assimilieren.
Fünf Zubereitungsarten bilden das Kernstück der österreichischen Hauptspeisenküche: Gebacken, gekocht, geschmort, gebraten und mit Paprika zubereitet. Eine urösterreichische Rebsorte erweist sich jedenfalls als wunderbarer Universalist: Der Grüne Veltliner. Er wird zurzeit auch international als einer der genialsten Speisenbegleiter gefeiert und fühlt sich klarerweise auch bei der Vielfalt der heimischen Rezepte in seinem Element.
Asia Küche und Wein
Der kräftige Grüne Veltliner stellt sich dabei als der universellste Speisenbegleiter heraus. Durch seinen vollen, ausgewogenen Körper mit Kraft und Finesse ist er der kongeniale Begleiter zu einer Vielzahl asiatischer Gerichte der verschiedensten Küchenrichtungen. Ob Fisch oder Fleisch, ob Fischvorspeisen oder klassische Dim Sum und Frühlingsrolle – perfekte Harmonie. Auch Schärfe steckt dieser Weintyp bestens weg und erfrischt durch die gut eingebundene Säure den Gaumen.
Fruchtbetonte Weine wie Riesling oder Sauvignon Blanc sind besonders im Vorspeisenbereich gut einsetzbar. Gelegentlich ist ein Hauch Restsüße für die Harmonie von Vorteil. Zu kräftigen Fleisch- und Fischgerichten wiederum können barriqueausgebaute Chardonnays sehr gut kombiniert werden.
Und natürlich sind auch die immer beliebter werdenden Rotweine aus Österreich eine echte Bereicherung für jedes Asiamenü, wenn man beachtet, dass speziell intensiv gewürzte Gerichte viel Frucht brauchen, aber nur mäßig Tannin vertragen.
Mediterrane Küche & Wein
Mediterrane Küche sonnt sich in Österreich allgemeiner Beliebtheit, die weit über Pasta und Pizza hinausgeht. Das Geheimnis ist die klare, sehr puristische Zusammensetzung der Gerichte. Auch spanische Tapas erleben ein Revival, und Gazpacho hat als Sommerhit ebenfalls Einzug in die heimischen Küchen gefunden. Die griechische Küche ist ein Dauerbrenner, doch dazu muss es nicht unbedingt griechischer Wein sein.
In der mediterranen Esskultur hat der Wein seinen ganz selbstverständlichen Platz als begleitendes Getränk. Das bedingt aber auch, dass es eher leichte Qualitäten mit Frische und feiner Säure sind, die als Speisenbegleiter bevorzugt werden. Diesen Anspruch können gerade österreichische Weine wunderbar erfüllen.

Leichter bis frischer Genuss
Generell gilt: Weißwein hat die Nase vorn. Für Vorspeisen leicht und frisch, mit zarter Frucht, bei komplexeren Nudelgerichten aber auch in reiferer Version, jedoch nicht alkohollastig und vor allem botrytisfrei. Grüner Veltliner ist auch hier der Universalist und Allrounder, der von Antipasti bis zu Fleisch eine gute Figur macht, gefolgt von den Burgundersorten. Diese finden ja in vielen italienischen Weißweinen ihre Entsprechung; zu viel Säure harmoniert allerdings weniger. Gerade bei Knoblauch und Schärfe sind zu viel Mineralik und Würze kontraproduktiv.
Dafür gibt es eine hohe Kompatibilität mit steirischem Wein, insbesondere mit Sauvignon Blanc. Der darf durchaus ein klassisch ausgebauter sein und muss keinen großen Lagennamen tragen; es sollte aber eher die reife Frucht im Vordergrund stehen, weniger grüne und allzu laute Aromen.
Rote Eleganz
Eleganz ist gefragt, auch in den Basisqualitäten, das gilt auch für die Rotweine. Feine Frucht, nicht zu große Konzentration und vor allem ein moderater, zurückgenommener Fassausbau ist immer eine sichere Bank. Als besonders tauglich hat sich auch der St. Laurent erwiesen, der mit seinen Kräuternoten, aber auch den erdigen Tönen gut mit vielen Gerichten harmoniert.
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