3 Fragen an: Felix Bleiker von Cave Guildive

12. Juni 2023

Kurz und gut: Unsere drei Fragen an den Mitbegründer des Zürcher Spirituosen-Labels Cave Guildive – und seine Antworten.

Sie veredeln Spirituosen – vorwiegend Rum – durch die Lagerung in speziellen Fässern. Warum sind Sie und Ihr Geschäftspartner Pascal Kälin in dieses Business eingestiegen?

Weil wir solche veredelten Spirituosen selbst sehr gern mögen. Und weil es früher recht schwierig war, an gute Single-Cask-Abfüllungen zu kommen. Der Einfluss des Fasses auf die jeweilige Spirituose ist sehr gross, es gibt neben Farbstoffen auch viele Aromen ab.

Häufig verwenden Sie Bourbon-Fässer – warum gerade die?

Wer Bourbon produziert, darf diesen nur in neuen Fässern reifen lassen. Deshalb sind viele Bourbon-Fässer auf dem Markt. Schottische Whiskys und karibische Rums kommen fast alle in Bourbon-Fässer. Mir gefällt die Aromatik, die diese Fässer abgeben. Da sind
angenehme Vanillenoten, aber keine zu dominanten Tannine – ein Vorzug von amerikanischer gegenüber europäischer Eiche.

Was ist das nächste Projekt von Cave Guildive?

Gerade haben wir vier verschiedene Cachaças aus Brasilien abgefüllt. Eine Abfüllung lagerte 24 Monate im Stahlfass, eine in einem Eichenfass und zwei in Fässern aus Amazonasholz.

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